hotels buchen und hotelpreise vergleichen
Hotels buchen, Hotelpreise und Zimmerpreise vergleichen

Tag 3: Ring of Skelligs und Dingle

Doch der Morgen begrüßt uns mit irischem Herbstwetter und die See ist mehr als rau. Deshalb fällt der Bootsausflug zu den Skelligs buchstäblich ins Wasser. Das kann aber zu dieser Jahreszeit vorkommen, da wegen des hohen Wellengangs die kleinen Ausflugsboote an den Inseln nicht festmachen können. Wir bekommen dafür schnell tolle Ratschläge im schwer zu verstehenden irischen Dialekt unserer Gastgeberin. So geht es kurz nach halb neun weiter und wir verlassen hinter Waterville für kurze Zeit den Ring of Kerry, um einen Abstecher auf den viel kleineren „Ring of Skelligs“ zu machen. Eine wunderbare Entscheidung, denn hier treffen wir weder auf Busse noch auf den Massentourismus, sondern auf wunderschöne Orte, direkt in die Klippen und ans Meer gebaut. Die verdammt engen Straßen führen uns zwischen Meer und Hügel schließlich bis auf einen Berg mit wunderschönem Ausblick auf die Inseln der Skelligs. Hier starten wir unkonventionell unser „Hiking“. Einfach rauf auf die grünen Hügel bis runter zu den Klippen. Erst an dieser Stelle wird die ganze Schönheit der Küste für uns sichtbar. Nach über eine Stunde sitzen wir auf dem Weg nach Portmagee wieder im Auto und versuchen die wirklich schmalen und verdammt steilen Straßen zu meistern. In einem der gemütlichen Pubs nehmen wir unsere Mittagssuppe ein. Entgegen allen Vorurteilen gibt es in Pubs neben den üblichen Gerichten diverse Spezialitäten. Heute ist es eine Tagessuppe mit Krebsfleisch, wirklich überraschend gut. Danach fahren wir zurück auf den Ring of Kerry zu den wunderschönen Stränden des Rossleigh Beach. 16 Kilometer lang und mehrere hundert Meter breit mit hohen Sanddünen zieht er Wanderer magnetisch an. Die frische Luft und die stürmische See machen uns nach über zwei Stunden so richtig fertig. Etwa entkräftet fahren wir nach Dingle. Wir haben dafür auf der Höhe von Killorglin den Ring of Kerry verlassen. Von hier hätte uns der Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Killarney zurückgeführt. Doch wir wollen noch zwei Tage das Meer genießen und entscheiden uns spontan für das Örtchen Dingle. Hier gibt es das beste Fischrestaurant Irlands. In Doyle’s Seafood Restaurant ist es so voll, dass wir erst einmal mit einem Guinness in der Hand in der an ein Antiquariat erinnernden Eingangshalle des benachbarten Hotels platziert werden und uns in Ruhe die überaus kreative Speisekarte anschauen können. Kreativ heißt, es gibt hier für etwas mehr als zehn Euro z. B. als Vorspeise Austern mit Blutwurst und Käse überbacken. Der Mut zu kreativen Auslegung der üblichen Gerichte hat das Restaurant berühmt gemacht. Der überbackene Crab Gratin für fast denselben Preis tut sein Übriges und schmeckt nicht nur sehr gut, sondern die Vorspeisen geben uns nach so viel Meeresluft wieder Kraft für die Hauptspeise. Doyle’s Fish Seafood Platter für knapp 20 Euro präsentiert neben dem für Irland bekannten Lachs weitere schmackhafte Fischsorten. Fabelhaft!

 
(c) 2006, 2007 by Webconomy GmbH